Reisebedingungen für Gruppenreisen

1. Buchung
1.1 Buchungen der Reise können schriftlich, mündlich, telefonisch oder per e-Mail erfolgen.
1.2 Die Buchung der Reise wird für ALEGRO erst verbindlich, wenn diese dem Kunden gegenüber schriftlich bestätigt worden ist. An seine Buchung ist der Kunde bis zur Annahme durch ALEGRO, längstens jedoch 14 Tage ab dem Tag der Buchung gebunden.
1.3 Für die Verpflichtung weiterer Teilnehmer übernimmt der Kunde die volle Haftung gegenüber ALEGRO. Voraussetzung hierfür ist jedoch bei Abschluss des Reisevertrages die Unterzeichnung einer ausdrücklich hierauf gerichteten gesonderten Erklärung. Andernfalls wird ALEGRO davon ausgehen, dass der Kunde als Vertreter der weiteren Teilnehmer handelt.

2. Leistungspflicht
2.1 Der Inhalt des Reisevertrages (Termine, Abflug- und Reisezeiten etc.) ergibt sich aus der schriftlichen Bestätigung von ALEGRO. Einbezogen in den Reisevertrag sind diese Reisebedingungen sowie die Leistungsbeschreibungen und sonstigen Erläuterungen zu den einzelnen Reisen, soweit sich nicht aus der schriftlichen Bestätigung ausdrücklich etwas Anderes ergibt.
2.2 Ergänzende oder abändernde Abreden bedürfen einer ausdrücklichen Vereinbarung mit ALEGRO. Vereinbarungen mit Dritten, insbesondere mit Leistungsträgern (Hotels, Fluggesellschaften), haben ALEGRO gegenüber keine Wirkung.
2.3    Einzelne Fremdleistungen anderer Unternehmen, die nicht Bestandteil einer Pauschalreise sind und die ausdrücklich im fremden Namen vermittelt werden, wie z.B. Flug, Mietwagen, Hotel, Ausflüge und sonstige Veranstaltungen, sind keine eigenen Leistungen des Reiseveranstalters.

3. Nebenvertragliche Leistungen
3.1 Vor Reisebeginn wird ALEGRO den Kunden in geeigneter Weise auf landesspezifische Besonderheiten der Verkehrsmittel, Unterbringung, Verpflegung und/oder der Besichtigungsprogramme hinweisen.
3.2 Angebote oder Unternehmungen, die in den ausführlichen Reiseverläufen mit dem Zusatz „Gelegenheit” oder „Möglichkeit” bezeichnet werden, sind selbst nicht Bestandteil der vertraglich geschuldeten Reiseleistungen.

4. Zahlungsbedingungen
4.1 Mit Vertragsschluss und nach Aushändigung eines Sicherungsscheines gemäß § 651k Abs. 3 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) ist eine Anzahlung zu leisten, die auf den Reisepreis angerechnet wird. Sie beträgt, soweit im Einzelfall nichts anderes vereinbart ist, 20 % des Reisepreises pro Teilnehmer.
4.2 Die Restzahlung ist, soweit der Sicherungsschein ausgehändigt ist und sofern im Einzelfall nichts anderes vereinbart ist, 4 Wochen vor Reisebeginn fällig.
4.3 Die Reiseunterlagen werden dem Kunden nach vollständiger Bezahlung des Reisepreises ca. 1-2 Wochen vor Anreise per Post zugesandt.
4.4 Bei Buchungen kürzer als 4 Wochen vor Reisebeginn ist der gesamte Reisepreis nach Aushändigung des Sicherungsscheines sofort zur Zahlung fällig.
4.5 Soweit der Sicherungsschein übergeben ist und ALEGRO zur Erbringung der Reiseleistungen bereit und in der Lage ist, besteht ohne vollständige Bezahlung des Reisepreises kein Anspruch des Kunden auf Inanspruchnahme der Reiseleistungen.
4.6 ALEGRO ist berechtigt, die Leistung endgültig zu verweigern und Schadensersatz wegen Nichterfüllung des Reisevertrages vom Kunden zu verlangen, wenn dieser sich mit der Zahlung des Reisepreises in Verzug befindet und die Leistungsverweigerung unter Setzung einer angemessenen Nachfrist unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen (§ 323 Bürgerliches Gesetzbuch) vorher durch ALEGRO dem Kunden schriftlich angedroht worden ist.
4.7 Rücktrittsentschädigungen, Bearbeitungs- und Umbuchungsentgelte sowie Versicherungsprämien sind sofort fällig.

5. Preisänderungen
5.1 ALEGRO behält sich vor, den im Reisevertrag vereinbarten Preis im Falle der Erhöhung der Beförderungskosten oder der Abgabe für bestimmte Leistungen wie Hafen- oder Flughafengebühren oder einer Änderung der für die betreffende Reise geltenden Wechselkurse oder Erhöhung der Mehrwertsteuer entsprechend wie folgt zu ändern.
5.2 Erhöhen sich die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden Beförderungs­kosten, insbesondere die Treibstoffkosten, so kann ALEGRO den Reisepreis nach Maßgabe der nachfolgenden Berechnung erhöhen:
a) Bei einer auf den Sitzplatz bezogenen Erhöhung kann ALEGRO vom Kunden den Erhöhungsbetrag verlangen.
b) In anderen Fällen werden die vom Beförderungsunternehmen pro Beför­derungsmittel geforderten, zusätzlichen Beförderungskosten durch die Zahl der Sitzplätze des vereinbarten Beförderungsmittels geteilt. Den sich so ergebenden Erhöhungsbetrag für den Einzelplatz kann ALEGRO vom Kunden verlangen.
5.3 Werden die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden Abgaben wie Hafen- oder Flughafengebühren gegenüber ALEGRO erhöht, so kann der Reisepreis um den entsprechenden, anteiligen Betrag heraufgesetzt werden.
5.4 Bei einer Änderung der Wechselkurse oder der Mehrwertsteuer des Ziellandes nach Abschluss des Reisevertrages kann der Reisepreis in dem Umfange erhöht werden, indem sich die Reise für ALEGRO verteuert hat.
5.5 Eine Erhöhung ist nur zulässig, sofern zwischen Vertragsschluss und dem vereinbarten Reisetermin mehr als 4 Monate liegen und die zur Erhöhung führenden Umstände vor Vertragsschluss noch nicht eingetreten und bei Vertragsschluss für ALEGRO nicht vorhersehbar waren.
5.6. Im Falle einer nachträglichen Änderung des Reisepreises hat ALEGRO den Kunden unverzüglich zu informieren. Preiserhöhungen ab dem 20. Tag vor Reiseantritt sind unwirksam. Bei Preiserhöhungen von mehr als 5% ist der Kunde berechtigt, ohne Gebühren vom Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn ALEGRO in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis aus seinem Angebot anzubieten. Der Kunde hat dieses Recht unverzüglich nach Mitteilung durch ALEGRO über die Preiserhöhung ALEGRO gegenüber geltend zu machen.

6. Leistungsänderungen
6.1 Änderungen oder Abweichungen einzelner Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, die nach Vertragsschluss notwendig werden und die vom Reiseveranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen oder Abweichungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen. Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind.
6.2 Der Reiseveranstalter ist verpflichtet, den Kunden über Leistungsänderungen oder -abweichungen unverzüglich in Kenntnis zu setzen. Gegebenenfalls wird der Reiseveranstalter eine kostenlose Umbuchung oder einen kostenlosen Rücktritt anbieten.
6.3 Im Fall einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung ist der Kunde berechtigt, ohne Gebühren vom Reisevertrag zurückzutreten.
6.4 Auskünfte oder Zusicherungen von Reisemittlern oder Leistungsträgern sind für ALEGRO nicht maßgeblich. Ortsprospekte und Prospekte von Leistungsträgern werden als nicht maßgeblich für die zu erbringende Leistung von ALEGRO erklärt.

7. Rücktritt des Kunden vor Reisebeginn, Umbuchung
7.1 Bei Rücktritt des Kunden vom Reisevertrag vor Reiseantritt (Storno) kann ALEGRO an Stelle der konkreten Berechnung der Rücktrittsentschädigung folgende pauschalierte Rücktrittsentschädigung wählen:
• bis zum 30. Tag vor Reiseantritt 30 % des Reisepreises
• vom 29. Tag bis inkl. 15. Tag vor Reiseantritt 50 % des Reisepreises
• ab dem 14. Tag bis inkl. 2. Tag vor Reiseantritt 80 % des Reisepreises
• ab einem Tag vor Reiseantritt und bei Nichtantritt 90 % des Reisepreises.
Bei Vermittlung fremder Leistungen gelten die Stornobedingungen des fremden Vertragspartners.
ALEGRO behält sich vor, an Stelle der pauschalierten Stornokosten den ihr zu­stehenden Aufwendungsersatz im Einzelfall konkret zu berechnen. Eine solche Geltendmachung eines konkreten Aufwendungsersatzes ist nur zulässig, wenn diese Aufwendungen von ALEGRO konkret beziffert und belegt werden.
7.2 Die Rücktrittsentschädigung berechnet sich aus dem Endreisepreis je angemeldeten Teilnehmer. Als Stichtag für die Berechnung der Frist gilt der Eingang der Rücktrittserklärung. Die Berechnung der pauschalierten Rücktrittsentschädigung erfolgt unter Berücksichtigung der gewöhnlich ersparten Aufwendungen sowie die gewöhnlich mögliche anderweitige Verwendung von Reiseleistungen. Dem Kunden bleibt es unbenommen, ALEGRO nachzuweisen, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist, als die von ALEGRO geforderte Pauschale.
7.3 Werden auf Wunsch des Kunden nach der Buchung der Reise Änderungen hinsichtlich des Reisetermins, des Reiseziels, der Unterkunft, der Verpflegungsart, der Beförderungsart, des Abflug- oder Zielflughafens (auch Änderungen oder Umbuchungen von Anschlussflügen bei Gruppenreisen), bzw. bei Mietwagen des Ortes der Fahrzeugübernahme oder der Fahrzeugart vorgenommen (Umbuchung), so erhebt ALEGRO bis 30 Tage vor Reisebeginn eine Umbuchungsgebühr zwischen 25,- und 80,- Euro je Änderungsvorgang. Daraus resultiert jedoch kein Rechtsanspruch auf Umbuchung. Notwendige Telefon- oder Faxkosten können gesondert berechnet werden. Umbuchungswünsche, die nach Ablauf dieser Frist erfolgen, können, sofern ihre Durchführung überhaupt möglich ist, nur nach Rücktritt vom Reisevertrag zu den vorstehenden Bedingungen und gleichzeitiger Neuanmeldung durchführt werden. Dies gilt nicht bei Umbuchungswünschen, die nur geringfügige Kosten verursachen.

8. Rücktritt/Kündigung des Reisevertrages wegen besonderer Umstände
8.1 Ist in der Reiseausschreibung oder in sonstigen Unterlagen, die Vertragsinhalt geworden sind, eine Mindestteilnehmerzahl festgelegt, so kann ALEGRO bis 5 Wochen vor Reiseantritt vom Reisevertrag zurücktreten, falls die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird. Die bei der Reise festgelegte Mindestteilnehmerzahl gilt auch für zusätzlich buchbare Ausflüge. Vermittelt ALEGRO lediglich eine Reise oder Reiseleistung eines anderen Veranstalters und ist dies in der Reiseausschreibung und im Reisevertrag deutlich herausgestellt, so kann der andere Reiseveranstalter das Recht auf Rücktritt in gleicher Weise ausüben.
8.2 ALEGRO kann aus wichtigem Grund vor Reiseantritt und auch während der Reise jederzeit den Reisevertrag unter Beachtung der Bestimmungen des § 643 BGB kündigen. Reiseleiter oder örtliche Vertreter von ALEGRO sind zur Erklärung der Kündigung bevollmächtigt. Ein wichtiger Grund kann insbesondere gegeben sein, wenn der Kunde den vorher bekannt gegebenen besonderen Reiseanforderungen nicht genügt oder wenn der Kunde durch sein Verhalten den Reiseablauf nachhaltig stört oder gefährdet und dem auch nach Abmahnung nicht abgeholfen wird oder abgeholfen werden kann. Im Falle dieser Kündigung behält ALEGRO grundsätzlich den Anspruch auf den Reisepreis, muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistungen erlangt werden, einschließlich der ALEGRO von den Leistungsträgern gutgeschriebenen Beträge.
8.3 Falls ALEGRO in einem der zuvor geregelten Fälle vor Reiseantritt den Reise­vertrag kündigt oder vom Reisevertrag zurücktritt, kann der Kunde stattdessen die Teilnahme an einer anderen Reise aus dem Angebot von ALEGRO verlangen, sofern ALEGRO in der Lage ist, diese ohne Mehrpreis für den Kunden aus seinem Angebot anzubieten. Im Falle eines in der Person des Kunden liegenden wichtigen Grundes kann ALEGRO das Angebot einer solchen Ersatzreise allerdings ablehnen.
8.4 Wird die Reise infolge nicht vorhersehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, so können sowohl der Reiseveranstalter als auch der Reisende den Vertrag kündigen. Wird der Vertrag gekündigt, so kann der Reiseveranstalter für die bereits erbrachten oder zur Beendigung der Reise noch zu erbringenden Reiseleistungen eine angemessene Entschädigung verlangen. Weiterhin ist der Reiseveranstalter verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen zu treffen, insbesondere, falls der Vertrag die Rückbeförderung umfasst, den Reisenden zurückzubefördern. Die Mehrkosten für die Rück­beförderung sind von beiden Parteien je zur Hälfte zu tragen. Im Übrigen fallen die Mehrkosten den Reisenden zu Last.

9. Haftung von ALEGRO
9.1 Die vertragliche Haftung von ALEGRO gegenüber dem Kunden für Schäden aus dem Reisevertrag, die nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, soweit
a) ein Schaden weder grob fahrlässig noch vorsätzlich herbeigeführt wird, oder
b) ALEGRO für einen dem Kunden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.
9.2 Die Haftung von ALEGRO gegenüber dem Kunden auf Schadensersatz aus uner­laubter Handlung wird, soweit sie nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruht, für Sachschäden je Kunde und Reise auf den dreifachen Reisepreis beschränkt.

10. Vermittlung fremder Leistungen
10.1 Ist ALEGRO lediglich Vermittler fremder Leistungen, so haftet ALEGRO nur für die ordnungsgemäße Vermittlung der Leistung und nicht für die Leistungserbringung selbst. Die Haftung für Vermittlungsfehler ist entsprechend den vorstehenden unter 9.1 genannten Grundsätzen beschränkt.
10.2 Flüge, Hotelübernachtungen, Ausflüge, Rundflüge, Theaterbesuche, Ausstellungen, Sport- und sonstige Sonderveranstaltungen, soweit sie ausdrücklich als fremde Leistungen fremder Leistungsträger bezeichnet sind, werden lediglich im fremden Namen vermittelt.
10.3 Vermittelt ALEGRO eine Reiseleistung ausdrücklich in fremdem Namen, z.B. Linien- oder Charterflüge zu Sondertarifen, Fährtransporte, Hotelaufenthalte für Selbstfahrer, Mietwagen etc. oder Reiseprogramme fremder Veranstalter, so richtet sich das Zustandekommen des Reisevertrages und dessen Inhalt nach den jeweiligen Bedingungen des fremden Vertragspartners.
10.4 Der Reisepreis für Leistungen, bei denen ALEGRO als Vermittler auftritt, ist sofort zur Zahlung fällig.
10.5 Für die Buchung von Flügen und Bahnfahrkarten wird eine Ticket Fee pro Ticket erhoben.

11. Gewährleistung
11.1 Wird die Reise nicht vertragsgemäß erbracht, so kann der Kunde Abhilfe ver­langen. ALEGRO kann die Abhilfe verweigern, wenn sie einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert. ALEGRO kann auch in der Weise Abhilfe schaffen, dass eine gleich- oder höherwertige Ersatzleistung erbracht wird. Der Kunde kann die Ersatzleistung ablehnen, wenn ihm die Annahme nicht zuzumuten ist.
11.2 Wird die Reise infolge eines Mangels erheblich beeinträchtigt und leistet ALEGRO innerhalb einer angemessenen Frist keine Abhilfe, so kann der Kunde im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen den Reisevertrag – in seinem eigenen Interesse und aus Beweissicherungsgründen zweckmäßig durch schriftliche Erklärung – kündigen. Dasselbe gilt, wenn dem Kunden die Reise infolge eines Mangels, aus wichtigem, ALEGRO erkennbaren Grund, nicht zuzumuten ist. Der Bestimmung einer Frist für die Abhilfe bedarf es nur dann nicht, wenn Abhilfe unmöglich ist oder von ALEGRO verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrages durch ein besonderes Interesse des Kunden gerechtfertigt wird. Der Kunde schuldet ALEGRO den auf die in Anspruch genommenen Leistungen entfallenden Teil des Reisepreises, sofern diese Leistungen für ihn von Interesse waren.

12. Mängelanzeigen, Abhilfeverlangen
12.1 Mängelanzeigen und Abhilfeverlangen sind an die Reiseleitung oder die Vertretung von ALEGRO im Reisegebiet zu richten, die in den Reiseunterlagen bezeichnet sind. Reiseleitungen bzw. Vertretungen und Leistungsträger sind beauftragt, für Abhilfe zu sorgen, sofern dies möglich und erforderlich ist. Sie sind jedoch nicht befugt, Ansprüche mit Wirkung gegen ALEGRO anzuerkennen.
12.2 Ist von ALEGRO keine örtliche Reiseleitung eingesetzt und nach den ver­traglichen Vereinbarungen auch nicht geschuldet (siehe hierzu auch die Reise­unterlagen), so ist der Reiseteilnehmer verpflichtet, ALEGRO direkt unter der in 13.1 bezeichneten Adresse, Telefon- und Faxnummer unverzüglich Nachricht über die Beanstandungen zu geben und um Abhilfe zu ersuchen.
12.3 Ansprüche des Kunden entfallen nur dann nicht, wenn die dem Kunden obliegende Rüge unverschuldet unterbleibt.

13. Anspruchstellung, Ausschlussfrist, Verjährung
13.1 Vertragliche Ansprüche wegen völliger oder teilweiser Nichterbringung oder mangelhafter Erbringung von Reiseleistungen sowie vertragliche Ansprüche, die auf offensichtlichen Mängeln der Erbringung sonstiger Leistungen von ALEGRO beruhen, müssen vom Kunden innerhalb eines Monats nach der vertraglich vorgesehenen Beendigung der Reise gegenüber ALEGRO geltend gemacht werden. Diese Frist wird auch vereinbart für die Geltendmachung von vertraglichen Ansprüchen des Kunden auf Grund Kündigung des Reisevertrages wegen Mangels oder bei höherer Gewalt. Für die Fristwahrung ist das Datum des Zugangs der Reklamation maßgebend. Nach Ablauf der Frist kann der Reisende Ansprüche nur geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist gehindert worden ist. Reiseleitungen bzw. Vertretungen von ALEGRO im Urlaubsgebiet sind nicht befugt oder bevollmächtigt, Ansprüche, insbesondere Ansprüche auf Minderung des Reisepreises oder auf Schadensersatz, mit Wirkung für ALEGRO anzuerkennen.
Die Geltendmachung kann nur nach Reiseende und nur gegenüber der Zentrale von ALEGRO unter der nachstehend bezeichneten Adresse erfolgen: ALEGROREISEN, Wackenbergstr. 90, 13156 Berlin,
Tel.: +49 (0) 30 / 98 60 63 14, Fax: +49 (0) 30 / 98 60 63 12
13.2 Die im vorigen Absatz bezeichneten Ansprüche des Kunden verjähren in einem Jahr. Die Verjährung beginnt mit dem Tage, an dem die Reise dem Vertrage nach enden sollte. Schweben Verhandlungen über den Anspruch oder die den Anspruch begründenden Umstände, so ist die Verjährung gehemmt, bis ALEGRO oder der Kunde die Fortsetzung der Verhandlungen verweigern. Die Verjährung tritt frühestens drei Monate nach dem Ende der Hemmung ein.
13.3 Bei Flugreisen sind nach dem Montrealer Übereinkommen Gepäckschäden innerhalb von 7 Tagen und Gepäckverspätungen innerhalb von 21 Tagen nach Aushändigung schriftlich bei der Fluggesellschaft zu melden.

14. Informationspflicht zur Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens
14.1 Nach der EU-VO 2111/2005 ist ALEGRO verpflichtet, den Kunden bei der Buchung über die Identität der ausführenden Fluggesellschaft der im Zusammenhang mit der gebuchten Reise zu erbringenden Flugbeförderungs­leistungen zu informieren. Steht die ausführende Fluggesellschaft noch nicht fest, ist zunächst die wahrscheinliche Fluggesellschaft zu benennen und der Kunde entsprechend zu informieren, sobald die ausführende Fluggesellschaft feststeht. Bei einem Wechsel der ausführenden Fluggesellschaft hat ALEGRO den Kunden unverzüglich hierüber zu informieren.
14.2 Die Informationen über die ausführende Fluggesellschaft im Sinne der EU-VO 2111/2005 begründen keinen vertraglichen Anspruch auf die Durch­führung der Luftbeförderung mit der genannten Fluggesellschaft und stellen keine Zusicherung dar, es sei denn, eine entsprechende Zusicherung ergibt sich aus dem Reisevertrag. Soweit es in zulässiger Weise vertraglich verein­bart ist, bleibt ALEGRO ein Wechsel der Fluggesellschaft ausdrück­lich vorbehalten.
14.3 Die von der EU-Kommission auf der Basis der EU-VO 2111/2005 ver­öffentlichte „gemeinschaftliche Liste“ unsicherer Fluggesellschaften ist auf der Internet-Seite unter https://ec.europa.eu/transport/sites/transport/files/modes/air/safety/air-ban/doc/list_en.pdf abrufbar.

15. Rechtswahl und Gerichtsstand
15.1 Auf das gesamte Rechts- und Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und dem Reiseveranstalter findet ausschließlich deutsches Recht Anwendung.
15.2 Soweit bei Klagen des Kunden gegen ALEGRO im Ausland für die Haftung von ALEGRO dem Grunde nach nicht deutsches Recht angewendet wird, findet bezüglich der Rechtsfolgen, insbesondere hinsichtlich Art, Umfang und Höhe von Ansprüchen des Kunden, ausschließlich deutsches Recht Anwendung.
15.3 Der Kunde kann ALEGRO nur an dessen Sitz verklagen.
15.4 Für Klagen von ALEGRO gegen den Kunden ist der Wohnsitz des Kunden maßgebend. Für Klagen gegen Kunden bzw. Vertragspartner des Reisevertrages, die Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts oder Personen sind, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Ausland haben oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz von ALEGRO vereinbart.
15.5 Die vorstehenden Bedingungen gelten nicht,
a) wenn und insoweit sich aus vertraglich nicht abdingbaren Bestimmungen internationaler Abkommen, die auf den Reisevertrag zwischen dem Kunden und ALEGRO anzuwenden sind, etwas anderes zugunsten des Kunden ergibt oder
b) wenn und insoweit auf den Reisevertrag anwendbare, nicht abdingbare Bestimmungen im Mitgliedstaat der EU, dem der Kunde angehört, für den Kunden günstiger sind als die nachfolgenden Bestimmungen oder die entsprechenden deutschen Vorschriften.

16. Sonstiges
16.1 Jegliche Abtretung von Ansprüchen des Kunden gegen ALEGRO ist aus­geschlossen. Das Abtretungsverbot betrifft sämtliche Ansprüche aus dem Reisevertrag und im Zusammenhang damit sowie Ansprüche aus unerlaubter Handlung und ungerechtfertigter Bereicherung. Ebenso ist die gerichtliche Geltendmachung der vorbezeichneten Ansprüche des Kunden durch Dritte im eigenen Namen unzulässig.
16.2 Ergänzend gelten insbesondere die Bestimmungen der §§ 651 ff. BGB, soweit ALEGRO nicht nur Vermittler von einzelnen Reiseleistungen oder Reiseprogrammen fremder Reiseveranstalter ist.
16.3 Die im Zusammenhang mit der Reise erfassten Daten der Reisegäste werden ausschließlich zur Durchführung der Reise und zur Kundenbetreuung verwendet. Dazu dient auch eine Liste der Teilnehmer einer Reise, alphabetisch sortiert nach Namen, Vornamen und, sofern bekannt, Wohnort, die jeder Mitreisende vor Reiseantritt erhält. Falls die Aufnahme in diese Liste nicht gewünscht wird, kann dies ALEGRO gegenüber gesondert erklärt werden. Auf das Widerspruchsrecht des Kunden nach § 28 Abs. 4 Satz 2 des Bundesdatenschutzgesetzes wird ausdrücklich hingewiesen.
16.4 Die im Internet und in den Publikationen von ALEGRO genannten Termine, Preise und Leistungen beziehen sich auf den Stand 01.11.2017. Änderungen sind möglich und bleiben vorbehalten. Maßgeblich sind die vor Vertragsschluss durch ALEGRO getroffenen Aussagen.

Berlin, November 2017